Basisdaten
Staat: Polen
Fläche: 326,8 km²
Einwohner: 757.430 (1. Januar 2005)
Postleitzahl: 30-024 bis 31-962
Telefonvorwahl: (+48) 12
Kfz-Kennzeichen: KR
Sehenswürdigkeiten
Da Krakau im Mittelalter die Hauptstadt Polens war und seine Bausubstanz in der Neuzeit weitgehend von Kriegszerstörungen
verschont blieb, hat es ein historisch geprägtes Stadtbild (mit anheimelnder Atmosphäre) und zahlreiche original erhaltene
Baudenkmäler.
Auswahl:
· auf dem Wawel das Königsschloss im Stil der Renaissance und die Kathedrale
· von zahlreichen Bürgerhäusern umringter Rynek Glowny (Ringplatz, Hauptmarkt)
· Rathausturm des 1832 abgerissenen Rathauses (Hauptmarkt)
· Tuchhallen, das größte mitteralterliche Bürgerbau (Hauptmarkt)
· über 100 Kirchen und Klöster, darunter am Rynek Glowny die Marienkirche
· 28 Museen mit bedeutenden Ausstellungsstücken aus ganz Polen
· der Blonia-Park, dessen Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht
· über 200 Kellerkneipen
Königsweg
Der königliche Weg ist eine touristische Wanderroute durch die Altstadt. Er beginnt nördlich der Altstadt am Denkmal der
Schlacht von Tannenberg, welches an den Sieg der Polen über den Deutschen Orden erinnert. Man überquert die innere Ringstraße
um die Altstadt und steht vor der Barbakane, die als größter gotischer Wehrturm Europas gilt. Weiter kommt man zu den Resten
der Stadtmauer mit dem Krakauer Florianstor. Durch dieses letzte erhaltene Stadttor betritt man die Altstadt. Im Verlauf der
Floriansstraße kommt man am Apothekenmuseum vorbei und erreicht den Rynek Glowny, den größten europäischen Marktplatz
des Mittelalters.
Etwas abseits des Marktplatzes liegt der alte Teil der Jagiellonen-Universität. Entlang der Grodzkastraße kommt man an
weiteren Kirchen vorbei. Dazu gehören die Dominikanerkirche, die Krakauer Peter-und-Paul-Kirche, die Krakauer evangelische
Kirche. Am Ende des Weges sieht man das überwältigende Wawel-Schloss auf dem Wawelhügel am Ufer der Weichsel mit dem
feuerspeienden Denkmal des Wawel-Drachen.
Kazimierz
Der Stadtteil Kazimierz (Kasimir) war einst eine selbstständige Stadt. In Kasimir gab es früher einen hohen jüdischen
Bevölkerungsanteil. Das ehemalige jüdische Viertel ist heute überwiegend saniert und zu einem Anziehungspunkt für Besucher
geworden, jedoch wird es kaum mehr von Juden bewohnt. Nur noch etwa 150 praktizierende, vor allem ältere Juden sind derzeit
noch ansässig. Das jüdische Zentrum nimmt deshalb an, dass es bald keine praktizierenden Juden mehr in Kazimierz geben wird.
Das ehemalige Ghetto Krakau (bzw. die Reste davon wie Teile der Mauer und die Ghetto-Apotheke) befindet sich dagegen südlich
der Weichsel im Stadtteil Podgórze. In den Straßen des Ghettos wurden aufgrund der erhaltenen historischen Bausubstanz
zahlreiche Aufnahmen für den Kinofilm Schindlers Liste gedreht.
Bildung
Krakau ist seit Jahrhunderten eines der wichtigsten Bildungszentrem Polens. In der Stadt sind elf Hochschulen mit etwa 10.000
Angestellten und 51.000 Studenten sowie eine Reihe weiterer höherer Bildungseinrichtungen angesiedelt. Insgesamt gibt es in
der Stadt 160.000 Studenten.
· Jagiellonen-Universität, gegr. 1364
· Kunsthochschule, gegr. 1818
· Wirtschaftsakademie Krakau, gegr. 1882
· Technische Universität Krakau, gegr. 1945
· Pädagogische Hochschule, gegr. 1946
· Hochschule für Leibesübungen
(Beispiele)
Größten Naturkatastrophen In Krakau
1125 - der erste notierte Stadtbrand
1200 - Erdbeben in Krakau
1305 - Brand der Wawel-Kathedrale
1551-1552 - Seuche in Krakau und Kazimierz
1652 - 24 000 Bürger sterben infolge der Seuche
1683 - Hochwasser; die Weisel ändert ihren Lauf und bedroht Skalka
1780 - Angriff der Heuschrecken; dasselbe passiert sieben Jahre später
1813 - die größte Hochwasserkatastrophe
1850 - Krakau brennt zehn Tage lang, es brennen 160 Häuser, vier Kirchen und zwei Klöster ab
1903 - weitere Hochwasserkatastrophe
2002 - Hurrikan über Krakau, die Attika an den Tuchhallen wird schwer beschädigt.
Insgesamt hat Krakau 2 Heuschreckenangriffe, 13 große Hochwasserkatastrophen, 5 Erdbeben,
28 große Brände, 3 Hungerperioden und 36 Epidermien erlebt.
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